„Wer nun mich bekennt vor den Menschen …“ - Konfirmation in Rostock

Am 3. Mai fand in Rostock der Konfirmationsgottesdienst statt. Vier Konfirmanden standen an diesem besonderen Tag im Mittelpunkt der Gemeinde. Insgesamt nahmen 176 Glaubensgeschwister am Gottesdienst teil.

Der Gottesdienst wurde durch den Bezirksvorstehervertreter K. Karaus unter dem Bibelwort aus Matthäus 10,  Vers 32 gehalten:

Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.

Zu Beginn machte der Bezirksvorstehervertreter K. Karaus deutlich, welch große Freude und welchen Segen die Konfirmanden für die Gemeinde bedeuten. Die Gemeinde wolle die jungen Geschwister bewusst in ihre Mitte nehmen und ihnen zeigen: Wir halten zusammen und begleiten euch auf eurem Glaubensweg.

Dabei erinnerte er an die Jugendfreizeitwoche des Apostelbereichs, die eine Woche zuvor unter dem Motto „Liebe geht raus“ stand. Gottes Liebe gehe von ihm aus in unsere Herzen und solle von dort weitergetragen werden.

Ausgehend vom Bibelwort wurde erklärt, dass sich die Konfirmanden heute bewusst zu Jesus Christus und seinem Evangelium bekennen. Gerade in der heutigen Zeit sei es nicht immer leicht, offen als Christ zu leben. Doch Gott selbst bekennt sich zu den Seinen und steht ihnen zur Seite.

Das Bekenntnis zu Jesus Christus geschieht nicht nur in einem einzelnen Moment, sondern zeigt sich im täglichen Leben. Besonders im Umgang mit unseren Mitmenschen werde sichtbar, ob Gottes Liebe aus unserem Herzen hinausgeht. Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes und verdient Liebe, Achtung und Wertschätzung.

Priester Frimel ergänzte die Predigt mit dem Gedanken, dass es nicht immer leicht sei, sich im Alltag klar zum Glauben zu bekennen. Wichtig sei jedoch, an der einmal getroffenen Entscheidung festzuhalten. Die Konfirmanden stehen dabei nicht alleine da – viele Menschen in der Gemeinde begleiten, unterstützen und helfen ihnen auf ihrem Glaubensweg.

Diakon Bethe brachte dazu das Beispiel aus dem Straßenverkehr: Dort funktioniere das Miteinander nur, wenn man gegenseitig Rücksicht nimmt und den anderen wahrnimmt. So solle auch das christliche Miteinander geprägt sein – aufmerksam, liebevoll und hilfsbereit.

Der Gottesdienst war ein Tag der Freude für die Konfirmanden und die gesamte Gemeinde. Gleichzeitig wurde deutlich: Wir alle sind noch auf dem Weg des Glaubens. Dazu gehört auch, sich selbst Fehler zu verzeihen und immer wieder neu auf Gottes Liebe und Gnade zu vertrauen.

Weiter wurde hervorgehoben, wie wichtig die Eltern und die Gemeinde für die Konfirmanden sind. Die Eltern haben ihre Kinder in die Gemeinde gebracht und sie auf dem Glaubensweg begleitet. Auch die Gemeinde soll weiterhin Halt und Heimat geben. Gerade dann, wenn vieles im Leben unsicher oder instabil erscheint, darf die Gemeinde ein Ort der Stärke und Geborgenheit sein.

Zum Abschluss wurde den Konfirmanden der Wunsch mitgegeben, in dieser Gemeinschaft zu bleiben und die Liebe Gottes weiterzutragen – gegründet auf das Opfer Jesu Christi und seine bleibende Nähe.

Zudem durfte sich die Gemeinde Rostock darüber freuen, mit Diakon M. Böttcher einen weiteren Konfirmandenlehrer zu erhalten. Damit wird die Begleitung und Unterstützung der jungen Geschwister auf ihrem Glaubensweg weiter gestärkt.