Die Anfänge

Die Gemeinde Rostock wurde 1912 durch den späteren Vorsteher Friedrich Stade gegründet. Seine Familie, Schwester Hohenstein und Schwester Wegner waren die ersten Geschwister der neu gegründeten Gemeinde. Zunächst gehörte die Gemeinde dem Bezirk Ludwigslust und dann dem Apostelbezirk Hamburg an.

Anfangs versammelten sich die Geschwister in der Wohnung von Bruder Stade in der Großen Wasserstraße. Nachdem die Geschwister mehrmals umziehen mussten, konnte ein Saal in der Hartestraße 20 angemietet werden, der für 150 Personen Platz bot.

Konfirmation 1942

Im März 1942 verfügte der Oberbürgermeister die Beschlagnahmung des Kirchenraumes in der Hartestraße, um dort Gasmasken einzulagern. Während der Bombennächte in Rostock wurden diese Räumlichkeiten zerstört. Nach vielem Bemühen gelang es, die Unterrichtsräume der Katholischen Kirche stundenweise anzumieten.

Geschwister auf den Weg nach Bützow

Als die Katholische Kirche im Jahre 1944 durch einen Bombentreffer zerstört wurde, begann für die Rostocker Geschwister eine schwere Zeit. Zunächst mussten die Geschwister nach Bützow oder nach Güstrow reisen, um die Gottesdienste zu erleben.

Gottesdienst mit Apostel Tiedt in der katholischen Notkirche

Als aber auch das Reisen nach dem Krieg unmöglich wurde, stellten die Geschwister Imöhl in Gehlsdorf zwei Zimmer ihrer Wohnung zur Verfügung, um Gottesdienste abzuhalten. Oftmals hatten die Geschwister einen Fußmarsch von mehr als  45 Minuten hinter sich.

Als die Katholische Kirche nach Behebung der Bombenschäden wieder benutzt werden konnte, durften die Geschwister als Gast in die Notkirche einziehen.

Zum 31. Dezember 1958 erhielt die Gemeinde die Kündigung des bis dahin gemieteten Raumes. So wurden nun die Gottesdienste ab 1959 im Adventshaus in der August-Bebel-Straße gehalten. In Anbetracht des kleinen Raumes musste die Gemeinde zu den Gottesdiensten geteilt werden.

Der Bezirksälteste Tessmann ließ nichts unversucht, um ein Baugrundstück zu erwerben. 1961 gelang es, in der Ulmenstraße 25 ein Grundstück zu kaufen. Dort wurde die neue Kirche mit Hilfe der Geschwister gebaut;  allein das Rammen der 96 Pfähle und die Verglasung wurde Firmen übertragen. Vorübergehende und Anwohner staunten nicht schlecht über die emsigen Arbeiter. So zum Beispiel, als nach einem Wochenende plötzlich ein Gebäude auf dem Hof stand.

Die eigene Kirche in der Ulmenstraße

Am 7. September 1963 war es dann soweit, nach vielen schweren Jahren hatte die Gemeinde Rostock ihre eigene Kirche. Die Einweihung des Gotteshauses führte Bischof Adam durch. Am Sonntagmorgen, den 8. September fand ein Festgottesdienst mit Apostel Tiedt statt.

 

Im September 1976 wurde es nach 38 Jahren endlich möglich, dass Stammapostel Streckeisen nach Rostock kam und den Geschwistern diente.

Im Jahre 1978 besuchte Stammapostel Streckeisen erneut die Gemeinde Rostock. In seiner Begleitung waren Apostel Fischer (Heilbronn) und Apostel Knobloch (Hamburg). Außer ihnen waren die Apostel Tiedt, Adam, Pusch, Karnick, Köhler, Kretzschmar und die Bischöfe aus der ehemaligen DDR zugegen. Er diente insgesamt 1921 Geschwistern in zwei Gottesdiensten.

Stammapostel Urwyler besuchte die Gemeinde Rostock am 6. und 7. September 1980. Am Sonntag hielt er einen feierlichen Festgottesdienst, in dem Bezirksapostel Tiedt in den Ruhestand versetzt wurde und Apostel Adam das Bezirksapostelamt erhielt.

Stammapostel Fehr besuchte zwei Mal Rostock: Am 31. März 1991 war er in der Gemeinde Rostock, im Jahr 2000 hielt er einen Festgottesdienst in der Rostocker Stadthalle.

Aufgrund von Problemen mit der Pfahlgründung im Kirchengebäude in der Ulmenstraße musste eine neue Kirche geplant werden. Am 20. Januar 2012 konnte Apostel Dieter Böttcher die Grundsteinlegung auf dem Baugrundstück durchführen.

Die neue Kirche in der Voßstraße

Am 22. Juni 2013 konnte Bezirksapostel Rüdiger Krause in einem festlichen Gottesdienst die neue Kirche weihen, in der die Gemeinden Rostock und Schwaan von nun an ihre Heimat haben sollten.

Stammapostel Jean-Luc Schneider hielt am 24. November 2013 in unserer Gemeinde einen großen Festgottesdienst, der via Satellit in den gesamten Bezirksapostelbereich übertragen wurde

Vorsteher der Gemeinde

1914 bis 1928                       Priester Stade

1928 bis 1932                      Bezirksevangelist König aus Wismar

1932 bis 1936                      Priester Scholz

1936 bis 1939                      Priester Hildebrand

1939 bis 1943                      Bezirksältester Carstens aus Hamburg

1943 bis 1955                      Gemeindeevangelist Tessmann

1955 bis 1964                      Hirte Roll

1964 bis 1966                      Bezirksevangelist Molzahn

1966 bis 1978                      Hirte Roll

1978 bis 1980                      Bezirksevangelist Molzahn

1980 bis 1989                      Hirte Welz

1989 bis 1993                      Bezirksevangelist Imöhl

1993 bis 2003                     Gemeindeevangelist Kundrus

2003 bis 2012                     Hirte Sobota

2012 bis 2019                      Bezirksevangelist Eisak

seit 2019                               Priester Karaus