Einführung überflüssig? Ein neuer Vorsteher für Rostock

Zum Abschluss einer ereignisreichen Woche für die Gemeinde Rostock war es dem Bezirksältesten ein freudiges Anliegen, beim ersten Gottesdienst nach dem Vorsteherwechsel in der Gemeinde zu sein. Aber eine Einführung sei eigentlich überflüssig, da der neue Vorsteher in der Gemeinde aufgewachsen ist und alle ihn kennen sollten.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Wort aus 1. Korinther 1, Vers 24,

Denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Zunächst blickte der Bezirksälteste jedoch zurück an den vergangenen Gottesdienst des Bezirksapostels in der Gemeinde und verwies noch einmal auf die Dankbarkeit auch für scheinbar selbstverständliche Dinge und Gottes Begleitung in damaliger und heutiger Zeit. Anschließend bat er die Gemeinde, den Priester als neuen Vorsteher anzunehmen. Da er allen bekannt sei, müsse er ihn ja nicht besonders einführen.

Anschließend lenkte der Bezirksälteste auf die Bedeutung des Evangeliums als "Wort vom Kreuz". Als gläubige Christen bräuchte man weder besondere Zeichen noch Beweise. Es gehe allein um den Glauben und darum, sein Herz zu öffnen.

In seinem ersten Predigtbeitrag sprach der neue Vorsteher von der Dankbarkeit, die er empfinde, wenn er die Gemeinde betrachte. Er sei gefragt worden, welche neuen Wege er beschreiten wolle, aber das sei überflüssig, da die Gemeinde stets auf Gott und sein Evangelium ausgerichtet sei.

Abschließend rief der Bezirksälteste auch den Hirten der Gemeinde zu einer Copredigt auf. Dies sei sicher zunächst für manche gewöhnungsbedürftig, dass ein Hirte einem Priester als Vorsteher zur Seite stehe. Aber im Grunde bedeute dies keine Änderung, da Gott immer die richtigen Personen ausgewählt habe.